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Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Bindungsstörung

 

Systemische Interventionen für herausfordernde Situationen

 

8. - 9. September 2017, in Zürich

 

 

Weiterbildungsseminar mit Dr. Carole Gammer

 

ZIELE

Sichere Eltern-Kind-Beziehungen sind kein dauerhafter Schutzschild, sondern sie sind die Grundlage, ein Guthaben für spätere positive Beziehungen zu anderen. Frühe Bindungserfahrungen sind nicht die unmittelbare Ursache für spätere Entwicklungsverläufe, sondern sie bilden den Rahmen für zukünftige Bindungserfahrungen. Die Möglichkeit mit gegenwärtigen Belastungen angemessen umzugehen, hängt immer auch davon ab, welche Hilfe man bekommt, bekommen hat und ob man sie vertrauensvoll annehmen kann (Sroufe et. al., 2005, The Development of the Person, New York, Guilford).
Dieses Seminar liefert sowohl den theoretischen Hintergrund, die Forschungsergebnisse aus der Bindungsforschung als auch einen praktischen Einblick in die Arbeit mit Familien mit Adoptivkindern, Familien mit Kindern oder Jugendlichen in Heimen oder Pflegefamilien. In dieser Fortbildung geht es um empirische Ergebnisse aus der Forschung und um deren Bedeutung für die Arbeit mit Familien.

 

INHALT

• Sicherer und unsicherer Bindungsstil - Desorganisierte und desorientierte Bindung: Was bedeuten diese im klinischen Kontext? Was sagt die Langzeitforschung über die Entwicklung der Bindungsstile von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter?
• Familien mit Adoptivkindern: Dynamik, Krisen, Konflikte, Ressourcen.
• Mentalisierungsbasierte Interventionen.
• Ausserfamiliäre Betreuung von Kindern und Jugendlichen: Interventionen, welche Kinder, Jugendliche und Betreuungspersonen dabei unterstützen, eine neue Beziehung zu knüpfen, zu entwickeln und zu stabilisieren. Was für Hilfe und Unterstützung brauchen Eltern, Stiefeltern, Ehepartner und Betreuungspersonen von Fachkräften?
• Techniken zur Unterstützung der Eltern und Paare zur Mobilisierung von Ressourcen im Falle einer Trennung von Eltern und Kindern, unabhängig davon, ob es sich um eine Scheidung oder die Zeit nach der Scheidung handelt.
• Therapeutischer Umgang mit komplexen Beziehungen von Pflegekindern zu ihren biologischen Eltern.

 

METHODEN

Theoretische Einführung, Videodemonstration, praktische Übungen.

 

 

SEMINARORT

AZ Hottingen, Freiestrasse 71, 8032 Zürich

phon: 044 268 77 00
Homepage: www.az-hottingen-rehalp.ch/azh/kontakt

 

KURSZEITEN

Freitag 09:00h – 17:00h, Samstag 09:00h – 17:00h, inkl. Mittagspause

 

KOSTEN

Fr. 590.-

 

Download Broschüre Bindungsstörung