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FSP Curriculum

Postgraduale Weiterbildung in Psychotherapie
mit phasisch-systemischem Schwerpunkt

 

 

Die systemische Therapie „hat sich im klinischen Bereich zunächst als Familientherapie entwickelt. Heute ist die systemische Therapie eine eigenständige Methode der Psychotherapie, mit welcher das gesamte Spektrum psychischer Störungen behandelt werden kann.“ Sie wird sowohl von der FSP als auch von der FMH als psychotherapeutisches Modell anerkannt.

 

Die Psychotherapie mit phasisch-systemischem Schwerpunkt ist eine Spezifizierung der systemischen Psychotherapie und wird seit den 70-er Jahren als „Phasische Paar- und Familientherapie“ gelehrt. Sie hat sich als eigenständige systemisch- familientherapeutische Behandlungsmethode seither etabliert. Sie vereinigt wissenschaftlich überprüfte und fachlich erprobte Therapiemethoden des systemischen, kognitiv-behavioralen, psychodynamischen und personenzentrierten Modells. Sie lässt sich bei unterschiedlichen klinischen Störungsbildern und in verschiedenen therapeutischen Settings anwenden.

 

Speziell an der phasisch-systemischen Therapie ist die spezifische Kombination folgender vier Merkmale:

• Multikausalität: Für das Auftreten dysfunktionaler Verhaltensweisen (Symptomen) und deren Aufrechterhaltung, werden verschiedene, sich ungünstig beeinflussende Faktoren als verantwortlich erachtet.

• Phasenspezifität: In Ergänzung zu anderen Methoden der systemischen Psychotherapie ist die phasisch-systemische Psychotherapie sorgfältig in Etappen – Phasen – unterteilt.

• Interventionsspezifität: Es werden schwerpunktmässig und phasenspezifisch sowohl Verfahren, die auf die Problembewältigung ausgerichtet sind (Phase 1) als auch klärungs- und einsichtsorientierte Verfahren (Phase 2 / 3) eingesetzt.

• Interdependenz von intra- und interpersonalen Aspekten: Die Methode vereint interpersonale und intrapersonale Sicht- und Vorgehensweisen zu einem ganzheitlichen Erklärungs-Modell menschlichen Empfindens und Verhaltens. In Anlehnung an das integrative Systemmodell von Schneewind steht dabei eine prozess- bzw. entwicklungsorientierte Perspektive im Vordergrund. Dabei sind die Entwicklungsprozesse des Individuums und seines sozialen Nahumfeldes (Herkunftsfamilie, Partnerschaft, Familie, ) „...als eine Sequenz von entwicklungsbezogenen Stressoren und Ressourcen zu sehen.“

 

 

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Stand September 2012